Lasko
auf einem Ohr taubEva-Marie & Vincent sind meine Paten
Steckbrief Lasko
- Geboren geb. 01.09.2019
- gechipt
- kastriert
- geimpft
Lasko auf Besuch in Rostock
Lasko durfte nun bereits ein zweites Mal für eine kurze Zeit zu mir nach Rostock ziehen. Wie schon beim ersten Mal ist es unglaublich, wie schnell er sich anpasst und Neues lernt.
Er ist ein sehr umgänglicher Hund, der rasch eine Bindung aufbaut und sich problemlos auf den Menschen einlässt. Lasko liebt es, gestreichelt und gekrault zu werden – am liebsten unter seinem Halsband – und sucht aktiv die Nähe zu Menschen. Dabei ist er völlig unvoreingenommen und freut sich über jede Form von Aufmerksamkeit. Deshalb war es auch kein Problem, ihn in eine für ihn ungewohnte Umgebung mitzunehmen: Als „Special Guest“ und echtes Highlight war er sogar bei einem Grillabend eines Azubi-Klassentreffens dabei.
Es war beeindruckend und schön zu sehen, wie schnell er sich trotz der neuen und aufregenden Situation entspannen konnte.
Eine weitere große Leidenschaft von ihm sind ausgedehnte Spaziergänge. Die anfängliche Aufregung muss dabei noch etwas gelenkt werden. Auch Hundebegegnungen haben wir gezielt trainiert: Hier braucht er klare Ansagen und die Sicherheit seines Menschen. Sobald er diese bekommt, zeigt er sehr gute Fortschritte.
So hatten wir beispielsweise kürzlich einen unglaublich schönen Spaziergang mit sechs Hundebegegnungen, bei denen er – bis auf einen kurzen Blick – ruhig geblieben ist.
Das ist zwar noch kein dauerhafter Zustand, aber ich bin fest davon überzeugt, dass Lasko mit einer hundeerfahrenen Person an seiner Seite in kurzer Zeit große Fortschritte machen wird.
Durch die Fellzeichnung in seinem Gesicht wirkt er etwas älter, als er tatsächlich ist. Mit seinen sieben Jahren ist er jedoch fit und problemlos in der Lage, auch längere Spaziergänge mitzugehen. Er kann gut alleine bleiben und kommt dabei zur Ruhe.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Lasko ein fröhlicher, offener und aktiver Hund ist, der sich an seinen Menschen orientiert und bei ihnen Ruhe und Sicherheit sucht.
Eure Lene
Rostock, im Juli 2026
Neues von Lasko
Nachdem Lasko nun schon einige Wochen bei uns lebte, konnte er nicht so richtig seinen Stress abbauen. Wir beobachteten auch eine Kopfschiefhaltung und oft unsicheres Laufen. Das bereitete uns Sorge und wir vereinbarten einen Termin in der Tierklinik, zumal der große Bub plötzlich nicht mehr fressen wollte.
Lasko wurde dort durchgecheckt und bei der Untersuchung der Ohren stellte sich heraus, dass eine sehr schmerzhafte Entzündung vorliegen muss. Eine Sedation war nötig, damit das linke Ohr bis in die Tiefe gereinigt und mit Medikamenten behandelt werden konnte. Zuhause sollte dann die weitere Verabreichung von Ohrentropfen erfolgen. Doch schnell merkten wir, dass da kein Weg hin führte und der sonst so liebe Hundemann auf Abwehr ging. Natürlich musste etwas geschehen und wir fuhren wieder in die Tierklinik.
Bei diesem Termin wurde die Untersuchung mittels MRT in Betracht gezogen, da es häufig vorkommt, dass diese schmerzhaften Entzündungen bis in das Innenohr reichen und dann eine Operation der einzige Weg ist, das Problem zu lösen. Schon zwei Tage später erhielten wir die Nachricht, dass bei Lasko nicht nur eine Entzündung des gesamten Ohres vorliegt, sondern auch eine Nervenentzündung. Ob diese Entzündungen im Zusammenhang stehen, konnte allerdings nicht abgeklärt werden. Aufgrund der hohen Schmerzhaftigkeit waren wir froh, dass die Operation kurzfristig erfolgte. Da das Problem mit der Futterverweigerung ebenfalls noch vorlag, sollte zugleich auch noch ein Bauchultraschall erfolgen.
Auch wenn in der OP der Gehörgang entfernt werden musste und der Arme nun auf dem linken Ohr taub ist, so hat dies seinem liebenswerten Naturell nicht geschadet. In der Klinik war Lasko der Liebling des Personals und wurde verwöhnt. Beim Bauchultraschall wurden, genau wie im Blutbild, keine Auffälligkeiten festgestellt und so hofften wir, dass der Appetit nun wiederkommen wird. Immerhin hat der Große schon 3,5 kg abgenommen.
Letschow, im Mai 2026
Es ist zur traurigen Gewissheit geworden, dass viele Hundebesitzer ihr Tier abschieben, wenn es nicht so funktioniert, wie sie es erwarten. Oft sitzen sie dann jahrelang im Tierheim und warten darauf, dass jemand kommt und sie mit nach Hause nimmt.
Die Geschichte von Lasko ist kurz. Als Welpe angeschafft und gehofft, dass er schon weiß, wie er sich zu „benehmen“ hat. Leider wusste das der ungestüme Hund nicht und tötete ein Huhn. Daraufhin wurde er ins Tierheim abgeschoben, wo er nun schon seit sechs Jahren auf seine Menschen gewartet hat. Über die Jahre hinweg entwickelte der so sehr menschenbezogene Hund einen Zwingertick, indem er sich an die Gitterstäbe klammerte und sich im Kreis drehte. Aus dem jungen Tier ist ein grauer verzweifelter Hund geworden, hilflos und traurig.
Wir hörten seinen Hilferuf und geben ihm die Chance auf ein besseres Leben. Gleich als er bei uns angekommen war zeigte er uns, wie sehr er alle Menschen liebt. Natürlich können auch wir nicht rund um die Uhr bei ihm sein, doch schnell hat er verstanden, dass immer jemand in seiner Nähe ist.
Lasko hat gelernt zu entspannen und mit der Zeit wird er den jahrelangen Stress hinter sich lassen können. An den täglichen Tagesablauf hat er sich gut gewöhnt und die Spaziergänge durch den Wald liebt er sehr, wobei noch viel Aufregung dabei ist, doch wer kann ihm das verdenken.
Letschow, im Februar 2026



