Laska
Martina Beese und Lothar Nöll sind meine Paten
Steckbrief Laska
- Geboren 17.02.2018
- gechipt
- kastriert
- geimpft
Wieder dem Ziel ein Stückchen näher.
Die Orthese ist fertig und passt perfekt. Einen „Probelauf“ absolvierte die wilde Maus erfolgreich und es zeigten sich keine Druckstellen.
Auch die Entfernung der letzten Platte in Laskas Hinterlauf verlief in der Tierarztpraxis ohne Probleme. Natürlich kann das Anlegen der Orthese erst nach Wundheilung und dem Entfernen der Fäden erfolgen. Bis dahin stützt der Castverband Laskas Beinchen.
Drücken wir die Daumen, dass alles so gut weiter läuft …..
Letschow, im Januar 2026
Neues von Laska
Lange haben wir nicht von unserem kleinen Pechvogel berichtet, obwohl doch so viel passiert ist. Manchmal halten uns die vielen anderen Dinge so auf Trab, dass auch mal etwas „untergeht“…
Nachdem der Heilungsprozess ohne weitere Komplikationen verlaufen war, zeigte sich leider, dass die Wundheilung am linken Bein nicht weiter voranschritt. Es war nun zwingend nötig, eine Entscheidung zu treffen. Die aussichtsvollste Möglichkeit bestand für uns darin, das vordere Implantat im Bein zu entfernen, so dass das Schließen der Wunde möglich wird. Eine Rücksprache unserer Tierarztpraxis mit Dr. Wagner brachte das Ergebnis, dass von den Röntgenbefunden her dieser Schritt möglich wäre, wobei natürlich immer das Restrisiko eines Bruches bestehen bleiben würde.
Anfang September war der Termin zur Entfernung des Implantates. Zuversichtlich gaben wir die Maus am Morgen des Termins zur Operation ab. Da bei Laska in der Voruntersuchung Herzgeräusche festgestellt wurden, erfolgte noch vor der OP ein Herzultraschall, um Komplikationen auszuschließen. Die ganze OP, Entfernung des vorderen Implantates sowie die Wundschließung, verlief ohne Probleme und am Abend kam uns unsere Frohnatur mit einem dicken Verband fröhlich entgegen gehumpelt. Wie üblich bekamen wir die nötigen Medikamente zur Nachbehandlung und nun auch ihre Herzmedikamente mit nach Hause. Nun hieß es wieder einmal viele Verbandswechsel vornehmen und hoffen, dass alles gut verheilt. Besonders wichtig ist allerdings, den Wildfang ruhig zu halten, was gar nicht so einfach sein würde.
Endlich zeigten sich Erfolge, die Wunde blieb tatsächlich verschlossen und heilte ab, auch die OP-Wunde. Alles war gut!
Das neue Jahr hatte begonnen und die nächste Katastrophe war da. An einer anderen Stelle war plötzlich wieder das verbliebene Implantat sichtbar. Einfach unglaublich! Und wieder fing alles von vorne an. Verbandswechsel, Wundspülung, Verbandswechsel, Wundspülung…
Wieder setzte sich unsere TA-Praxis mit Dr. Wagner in Verbindung. Es wurden wieder Röntgenbilder gefertigt, um die Stabilität der Knochen zu prüfen. Die einzige Chance, Ruhe in die Wunde zu bekommen, war die Entfernung der noch verbliebenen 2. Platte im linken Hinterlauf. Ein großes Risiko, da der Knochen eine Biegung aufweist und die darauf wirkenden Kräfte beim Laufen zu einem Bruch führen könnten.
Wir kamen überein, für Laska eine Orthese anfertigen zu lassen, die das Bein dauerhaft stützen sollte. Natürlich musste das schnell geschehen, da sich wieder einmal ein multiresistenter Keim in der offenen Wunde angesiedelt hatte. Da wir ja schon gute Erfahrungen mit der Tierorthopädie Kasten & Kasten für unsere Sera in der Nähe von Cuxhaven gemacht hatten, fragte ich gleich nach einem Termin an. Aufgrund des starken Schneefalls konnte ich allerdings erst am 14. Januar mit Laska auf Tour gehen.
Es wurde ein Gipsabdruck gefertigt und schon nach drei Stunden hatte Herr Kasten den Entwurf zur Anprobe bereit. Nachdem noch einige Anpassungen vorgenommen worden waren und das Modell für die endgültige Orthese nun vorlag, konnten wir am späten Nachmittag die Heimreise antreten. Laska ist eine so tolle Reisebegleiterin und auch bei der Anprobe war sie super vorbildlich, ließ alles mit sich machen, hin und her drehen, aufstehen und wieder hinlegen, einfach klasse ❤️.
Nun heißt es am 22. Januar noch einmal ins Cuxland fahren und die fertige Orthese anpassen und mit nach Hause nehmen, denn am 27. Januar soll die OP zur Entfernung der letzten Platte im Hinterlauf erfolgen.
Eure Christel
Im Januar 2026
Endlich ein Lichtblick!
Endlich!!!! Die offene Wunde am operierten Bein von Laska schließt sich wirklich. Wir hatten ehrlich gesagt, kaum noch daran geglaubt. Unzählige Verbandswechsel, unzähliges Verbandsmaterial, aber es hat sich gelohnt.
Doch Laska ist nun wirklich ein Pechvogel. Das eine Bein scheint wieder in Ordnung zu kommen und dann beginnen die Probleme mit dem anderen Hinterlauf. Dort erfolgte in ihrem Heimatland die Operation des rechten Hinterlaufes mit dem Einsatz eines Implantates. Jetzt zeigten sich Entzündungserscheinungen an der alten Wundnaht, was die Entfernung des alten Implantates dringend nötig machte, könnte sich die Entzündung ansonsten auch auf das hier operierte Bein ausdehnen.
In der Hoffnung, dass ihr linker Hinterlauf schon so stabil ist, dass Laska ihn gut zum Laufen nutzen kann, erfolgte nun die Entfernung des entzündeten Implantates. In einer Tupfer Probe wurde festgestellt, dass sich ein multiresistenter Keim in der Wunde angesiedelt hat. Dieser Keim muss nun mit einem ganz speziellen Antibiotikum behandelt werden.
Du kleiner Pechvogel, wir wünschen dir so sehr, dass du bald ohne die Verbände deine Spaziergänge absolvieren kannst. Aber ich glaube, dass es Frohnatur Laska gar nicht so stört….
Eure Christel
Im Juli 2025
Keine guten Nachrichten für Laska
Leider zeigte sich beim ersten Verbandswechsel bereits, dass an Laskas operiertem Bein eine Wundheilungsstörung aufgetreten war und sich großflächig nekrotisches Gewebe gebildet hatte. Ein kritischer Zustand, denn wenn es zu einer Infektion des Implantates kommen würde könnte dies im schlimmsten Fall die Amputation des Beines nach sich ziehen.
Die einzige Möglichkeit eine Infektion zu verhindern war der tägliche Verbandswechsel mit Spülung der Wunde in der Tierarztpraxis. Ein sehr zeitaufwendiger Vorgang, denn dafür gingen uns immer ein paar Stunden Arbeitszeit verloren.
Die ersten zwei Wochen nach der Operation verhielt sich unsere Maus noch ziemlich ruhig, doch so allmählich wurde sie immer munterer, was ja eigentlich ein gutes Zeichen ist, aber in diesem Fall eher hinderlich für den Heilungsprozess. Wir waren daher sehr froh, dass wir die Kleine in einer „hundefreien“ Pflegestelle unterbringen konnten, wo sie viel weniger Reizen ausgesetzt ist. Der tägliche Verbandswechsel, den wir selbst durchführen können, erfolgt nun täglich in der Pflegestelle. Das spart zwar nicht die Fahrtzeit ein, doch aber die Wartezeit in der Tierarztpraxis.
So ganz allmählich schließt sich die Wunde und wir müssen von Tag zu Tag sehen, wie sich alles weiterentwickelt. Ganz ganz festes Daumendrücken ist jetzt für die liebe Maus angesagt.
Letschow, im Mai 2025
Operation überstanden
Bei längeren Spaziergängen zeigte sich schnell, dass Laska unter Schmerzen beim Laufen litt. Daher waren wir sehr froh, dass wir kurzfristig einen Termin in der Tierklinik Lüneburg – zu der für Laska sehr wichtigen Operation – bekamen.
Am Tag der Abgabe klärte uns Dr. Wagner über den geplanten Ablauf der OP und deren Risiken auf. Bei einer Korrekturosteotomie des Sprunggelenks mit einer Drehung um 180° ist davon auszugehen, dass der Eingriff einige Stunden in Anspruch nimmt und für den Patienten sehr belastend ist. Daher ist eine Entlassung am Operationstag nicht anzuraten. Natürlich wollen wir das Beste für unsere liebe Maus und machten uns im Anschluss an das Gespräch auf den Nachhauseweg Richtung Letschow.
Ungeduldig warteten wir auf die Nachricht über den Verlauf der OP. Am nächsten Morgen war es dann endlich soweit. Alles war gut verlaufen und Laska ging es den Umständen entsprechend gut. Allerdings sollte eine Abholung erst am Nachmittag erfolgen, damit die Kleine noch einige Stunden am Schmerztropf bleiben konnte. Mein Auto, das den Weg nach Lüneburg schon fast alleine fährt, brachte uns dann sicher an unser Ziel und die Freude bei Laska über unser Erscheinen war riesengroß, was sie ziemlich lautstark zum Ausdruck brachte.
Die liebe Inga, die gerade bei uns für ein paar Tage zu Besuch war, ging mit Laska schon einmal vor die Tür, da ich sonst nichts von den Erläuterungen der dienst-habenden Tierärztin verstanden hätte.
Nun heißt es acht Wochen strikte Ruhigstellung, Verbandswechsel, Fäden ziehen und Physiotherapie. Das „Übliche“, was manchmal schwer zu machen ist. Schnell luden wir die laute Patientin in den dreifach gepolsterten Kofferrau starteten in Richtung Heimat. Selbstverständlich beglichen wir vorher noch die Rechnung von stolzen 3.902,87 €.
Möge sich der Heilungsverlauf problemlos gestalten und sich all die Mühe und Kosten zum Wohle der süßen Maus gelohnt haben. Wir drücken ihr alle ganz fest die Daumen!!!
Letschow, im April 2025
Unter dem Krieg in der Ukraine leiden besonders auch die Tiere. Viele von ihnen haben ihr Zuhause verloren und müssen sich allein durchschlagen. Engagierte Tierschützer kümmern sich so gut es geht, oftmals unter Lebensgefahr für sich selbst, um die Streuner zu versorgen. Doch leider gibt es auch eine große Anzahl von verletzten Tieren und eine professionelle Behandlung vor Ort ist nicht möglich. Auch wir wollten ein wenig helfen und haben uns bereit erklärt, einem verletzten Hund eine Chance auf ein neues Leben zu geben. So zog Laska bei uns ein.
Die Hündin zeigt sich bei uns sehr anhänglich und liebenswert. Sie hat sich sofort in unsere Hundegruppe eingefügt und alle kommen gut mit ihr aus. Offensichtlich hat Laska alte Verletzungen an den Hinterläufen und außerdem ist die Fehlstellung eines Laufes sichtbar.
Einen Tierarzttermin hat sie auch schon hinter sich und wie schon vermutet, handelt es sich bei der Fehlstellung des Beines um einen komplizierten Bruch. Die Röntgenbilder wurden an unseren Spezialisten Dr. Wagner nach Lüneburg geschickt und nun warten wir auf Antwort, ob es noch die Möglichkeit einer Verbesserung der Beinstellung gibt.
Aber egal, Laska ist glücklich und zufrieden und wir vermuten, dass sie sich jetzt erst einmal von den ganzen Strapazen ausschlafen muss. Denn immer wenn wir ins Zimmer kommen schläft sie irgendwo. Aber schlafen tut gut und wir gönnen es ihr von Herzen!
Letschow, im März 2025



