Jimmy
Auch wenn man sich wünscht, dass man sein Tier überlebt, geht dieser Wunsch oft nicht in Erfüllung. Dann ist die Not groß und die Familie ist nicht Willens oder in der Lage, sich um das oftmals sehr alte Tierchen zu kümmern.
Auch das Herrchen von Jimmy hatte die Kraft verlassen und die Versorgung des kleinen Hündchens war nicht mehr möglich. Nie hatte Jimmy einen Tierarzt zu Gesicht bekommen und war daher in einem schlechten Zustand. Die Familie seines Herrchens suchte eine Tierarztpraxis auf, um den Kleinen erlösen zu lassen.
Natürlich ist es die Pflicht eines Tierarztes zu prüfen, ob diese endgültige Entscheidung vertretbar ist. Bezüglich Jimmy wurde allerdings festgestellt, dass der Kleine durchaus Chancen auf Besserung seines Zustandes hat. Es wurde ein Herzultraschall durchgeführte und Jimmy auf Herzmedikamente eingestellt und dann zog er bei uns in die „Zwergengruppe“ ein. Wir lernten ein kleines lustiges Kerlchen kennen, dass durchaus Spaß und viel Freude beim Herumtollen im Garten oder bei den Spaziergängen mit den anderen Hunden durch den Wald hatte. Das Futter schmeckte und glückselig schlief er in seinem Bettchen. So vergingen drei Wochen und die Welt war für alle in Ordnung.
Es war schon ein ziemlicher Schock, als wir den kleinen Mann dann morgens in seinem Bettchen fanden, ganz still. Eigentlich sagt man ja, dass es „schön“ ist, wenn jemand so friedlich geht, doch irgendwie fühlt man sich schuldig, sich nicht verabschiedet zu haben.
Kleiner Jimmymann, die Zeit mit dir war zwar kurz und doch hast du so viele schöne Erinnerungen hier gelassen. Danke, dass wir dich verwöhnen durften ❤️.
Letschow, im August 2026


